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IBB veröffentlicht Wohnungsmarktbericht 2011

Ulrich Kissing, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin: „Berlin braucht Neubau. Auch wenn die Neubautätigkeit wieder spürbar ansteigt, reicht diese noch nicht aus, um das vom Senat gesteckte Ziel in den nächsten Jahren zu erreichen. Die sehr dynamische Entwicklung bei den Preisen für Eigentumswohnungen seit 2006 und für Angebotsmieten seit 2008 zeigen, dass wir noch mehr Wohnungen benötigen, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Der Zuzug und die steigende Nachfrage nach Wohnraum sind gut für Berlin, aber das muss eben auch auf ein wachsendes Angebot treffen.“

Der mittlere Angebotspreis (Median) für ein Ein-/Zweifamilienhaus in Berlin beträgt im Beobachtungszeitraum 2010 bis einschließlich drittes Quartal 2011 239.800 EUR, eine Eigentumswohnung wird im Mittel für 1.840 EUR/m² angeboten und die mittlere Angebotsmiete in Berlin liegt für Neuvermietungen bei 6,49 EUR/m² nettokalt. Die Angebotsmieten im Neubau liegen naturgemäß über diesem Niveau. Auch die ortsübliche Vergleichsmiete des Mietspiegels ist gestiegen. So lag sie gemäß Mietspiegel aus dem Jahr 2000 bei 4,00 EUR/m², im Mietspiegel 2011 beträgt sie nettokalt 5,21 EUR/m².

Da davon auszugehen ist, dass die Nachfrageentwicklung in den kommenden Jahren weiterhin steigen wird, muss sich als ein gegensteuerndes Instrument die Neubautätigkeit weiter erhöhen. Darüber hinaus ist es aber auch erforderlich, dass das vorhandene Angebotspotenzial leer stehender Wohnungen zunehmend aktiviert wird.

Gelingt dies nicht, so ist mittelfristig von weiteren Preissteigerungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt und dabei insbesondere in den begehrten innerstädtischen Wohnlagen auszugehen.

Auszug aus der Pressemitteilung der IBB

Der komplette Report sowie den dazugehörigen Tabellenband steht auf der Homepage der IBB zum Download bereit:

http://www.ibb.de/desktopdefault.aspx/tabid-427

Erstellt am 28.02.2012