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Grundstückskaufvertrag: BGH begrenzt Schadensersatz

Ein Verkäufer eines Grundstücks muss dem Erwerber nicht unbegrenzt für die Beseitigung eines Mangels Schadensersatz leisten. Wenn die Kosten für eine Mängelbeseitigung unverhältnismäßig hoch ausfallen, kann sich der Anspruch auf Schadensersatz auf die Differenz des durch den Mangel bedingten Minderwertes des Grundstücks im Verhältnis zum Wert des mangelfreien Grundstücks begrenzen, entschied der BGH.
Eine Unverhältnismäßigkeit der Kosten ist anzunehmen, wenn diese den Verkehrswert des Grundstücks im mangelfeien Zustand übersteigen oder wenn sie doppelt so hoch sind wie der durch den Mangel bedingte Minderwert.

Das Urteil V ZR 275/12 vom 04.04.2014 wurde hier veröffentlicht:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=83af3eb594615326a15be53434893847&nr=68050&pos=4&anz=5

Erstellt am 04.04.2014